Mein Reisebericht Fatih Moschee; von Sabrina Linden

Da mein Freund und ich vom 22.3.2012- 25.3.2012 einen Kurztrip nach Istanbul unternommen haben, haben wir selbstverständlich Hilfsgüter mitgenommen. Dank Eurer lieben Spenden, konnten wir 100KG zusammen bekommen. Vielen Dank nochmal dafür! Vielen Dank auch an die Lesia Klinik die uns problemlos die Medikamente für Ciko, unserer Katze mit vergrößertem Herzen gegeben haben, obwohl wir nur ein türkisches Rezept hatten.

Wir kamen also mit 100Kg Futter, Kuschelkissen, Kittenmilch, den Medikamenten für Ciko usw. usf. am Sabiha Gökcen Flughafen an. Dürdane erwartete uns schon und nahm die Hilfsgüter strahlend entgegen. Sie freute sich sehr und versprach auch zur Moschee zu kommen, wenn ich dort hingehen würde. Am Samstag den 24.3.2012 machte ich mich mit meinem Freund und seiner Mutter zusammen auf zur Fatih Moschee in Istanbul. Ich wollte mich vor Ort von den Zuständen überzeugen und auch die anderen Helfer dort kennen lernen. Wir haben uns um 15.30Uhr vor der Moschee getroffen und Dürdane und Funda kamen schon mit einem Katzenkind auf dem Arm auf mich zu. Das ist die Maus auf meinem Arm.

                                             

 

Ich bin den beiden dann in den 1. Garten an der Moschee gefolgt. Die Moschee ist quasi von drei Gärten umrahmt und an einer Seite ist ein Friedhof. Im ersten Garten haben wir eine Katzenmami besucht. Eine weiß-blaue Maus mit 4 Babys, 2 davon weiß-schwarz und 2 weiß- blau. Sie waren wenige Tage alt und hatten gerade erst die Augen auf. Bei den Katzen saß noch ein alter Mann( ich meine er hieß Cetin), der täglich mehrere Stunden bei den Katzen sitzt und auch Kartons bastelt, damit die Katzen einen Unterschlupf haben. 

      

rdane fing direkt an das mitgebrachte Futter zu verteilen. Die Katzen kamen aus allen Ecken. Alle hatten Hunger, aber alle wollten Zuneigung und kuscheln. Eine bunte Mieze kam auf mich zu und schnurrte mich an. Zeitgleich wollte eine andere Maus mit mir kuscheln und reckte sich ganz hoch damit sie an meinen Ellenbogen kam. Ich hätte sehr gerne mehr Hände gehabt für die tollen Mäuse. Dann kam ein kleiner rot- weißer Kater schreiend auf mich zugerannt. Ich habe ihm durch die Gitterstäbe meine Hand entgegen gestreckt und er nahm sie mit der Pfote noch näher zu sich ran, schrie aber immer weiter. Daraufhin habe ich ihn durch die Stäbe gelockt, sobald ihm eine andere Katze zu nahe kam, schlug er wie wild drauf los, fauchte und schrie. Ich habe ihn dann auf den Arm genommen. Er kuschelte auch, hat sich aber nicht entspannen können. Schon eine andere Katze an meinen Füßen brachte ihn dazu sich vor Angst festzukrallen und leicht zu beissen. Nicht feste, nur aus Angst! Er wurde wohl erst vor wenigen Tagen ausgesetzt und kam mit der Situation überhaupt nicht klar.

                     

Währenddessen gingen die Anderen zum Zaun und unterhielten sich mit einer Frau. Ich habe nicht verstanden worum es ging und weiter Katzen gekuschelt. Dann kamen die anderen mit einem Karton wieder. Mehr dazu gleich.
Dürdane hatte ihren Hund Cici, die auch von der Straße ist, dabei. Cici liebt Katzen, aber diese verstehen dies natürlich nicht und so musste Cici an einem Baum auf uns warten. Wir wanderten dann von zu einer anderen Stelle, direkt hinter einer Mauer, wo ebenfalls Kartons standen und ein paar Katzen waren. Viele der Katzen haben genießt, ein paar andere haben ganz verklebte Augen gehabt. Glücklicherweise nicht so viele wie im Herbst, was nicht daran liegt das die anderen gesund geworden sind, sondern den Winter wahrscheinlich nicht überlebt haben oder von den Behörden eingesammelt wurde. Die die eingesammelt wurden, sind auf inhumane Art und Weise getötet worden. Diese werde ich hier nicht erläutern.

 
     


Im nächsten Garten erwarteten uns wieder viele wunderschöne, hungrige, verschmuste Katzen. Ich wurde immer verzweifelter, weil mir unsere Hilfe nicht ausreichte. Klar, man füttert und kuschelt und nimmt ein paar mit, aber es warten eben doch noch über 100 Katzen dort auf Hilfe, die bei den Meisten zu spät kommt… Einige wenige konnte ich von vorher geposteten Fotos wieder erkennen. Leider zu wenige. Wie diese zum Beispiel. Funda erzählte uns von einer Katze die schon 4 Jahre an der Moschee überlebt. Sie hat wirklich ein riesen Glück gehabt bisher und Funda freut sich jedes Mal wenn sie sie findet.

                                       
 

Wieder bei Cetin und der Mami angekommen, sagte mein Freund dass in dem vorher übergebenen Karton eine Katze sei, diese würde Dürdane zusammen mit dem Katzenkind mitnehmen. Ich bin aus allen Wolken gefallen und musste richtig heulen. Das hat mir den Rest gegeben. Da wurde direkt neben mir eine Katze ausgesetzt, als ob es das Normalste auf der Welt wäre. Man fühlt sich machtlos und unendlich wütend. Menschen sind eben die grausamsten Raubtiere. Das ist die Maus, sie hat vor Trauer einige Tage nichts gegessen.


                                               

Nach diesem Besuch wurde mir wieder klar wie wichtig die Tierschutzarbeit ist und das man nicht weggucken darf! Denn das verändert nichts! Man muss reden, reden, aufklären, Werbung machen und darf nicht aufgeben. Der Tiere wegen. Man kann nicht die ganze Welt verändern oder retten, aber man kann es für einige wenige besser machen! Deswegen brauchen wir EUCH! Bitte macht Werbung, redet von uns, teilt auf Facebook unsere Katzen und Aufrufe, klickt bei Dshini, shoppt über unsere Partnerprogramme, dies alles kostet nichts! Wir nehmen auch gerne Sachspenden oder Geldspenden entgegen. Wir brauchen Medikamente, auch gerne angebrochene, oder übernehmt eine Patenschaft für unsere Mäuse.

Ganz wichtig sind auch Flugpaten, falls eure Reise also nach Istanbul führt, meldet euch bei uns! Vielleicht könnt ihr für uns Hilfsgüter mit hinnehmen.

Bitte vergesst die Katzen der Fatih Moschee nicht!


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Reisebericht Sabrina Linden

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